Regler original oder nachbau

  • Hallo Leidensgenossen😉",

    welche Erfahrungen habt Ihr mit Reglern gemacht?

    Und welche könnt Ihr empfehlen, lieber wieder den originalen von Triumph mit 40 bzw 50 Ampere fĂŒr 366-€ ,

    den von Tante Louis fĂŒr 120-€,

    von Carmo fĂŒr 130-€ oder den

    von Götz fĂŒr 120-€.

    Bin ja Mal auf Eure Erfahrungen gespannt.

    VG Frank

  • Hallo Frank,

    ich nehme an, das du dich vielleicht schon ansatzweise durch die vielen BeitrÀge hier im Forum hinsichtlich der Regler/Lichtmaschinenproblematik gekÀmpft hast;).

    Der originale Triumphregler ist ein sogenannter Quer- oder Shuntregler. Nach einhelliger Meinung sind die verbauten elektrischen Komponenten sehr billig. Besserung verspricht Umbau auf einen sogenannten Mosfetregler, wie er z.B ErstausrĂŒstung in vielen japanischen MotorrĂ€dern ist. Der Regler ist immer noch ein Querregler, aber die verbauten elektrischen Komponenten sind von besserer QulitĂ€t. MarktfĂŒhrer in dem Bereich ist die Fa. Shindengen.

    Bei mir ist der originale Regler bei 60 000 km abgeraucht. Ich habe damals auf folgenden Regler umgerĂŒstet:

    Regler MTP


    Die QulitĂ€t des Adapterkabels ist allerdings etwas bescheiden hinsichltlich der verwendeten Kabeldurchmesser. Ich habe die Adapterkabel aus den Steckern gelöst und neue Kabel mit 2,5 mm^2 Kabelquerschnitt verwendet. Des weiteren habe ich den Regler unter den Batteriekasten verbaut, damit er besser gekĂŒhlt wird. Der Regler ist abe kein originaler Shindengenregler, sondern ein Nachbau. LĂ€uft inzwischen seit 65 000 km.



    Shindengenregler mit der Kennung FH12A oder FH20 AA sind auch fĂŒr unsere Sprint passend. Erstere werden hĂ€ufig bei Yamaha (Fjr 1300, FZ1,Yzf R1), FH 20 AA bei Street Triple 675/765 oder BMW R 1200, S 1000 XR eingebaut. Die gibt es bei E-Bay oft relativ neu, fĂŒr manchmal kleines Geld. Inzwischen habe ich einen Ersatz aus einer Street Triple 765, hat 55 € gekostet.


    Das im Link abgebildete Adapterkabel fĂŒr den Anschluß gibt es auch bei Triumph oder beim Starfighter Art.Nr.(T2500676). Der Starfighter verkauft meines Wissens anstelle der Originalteile Regler und Lichtmaschinen von Electrosport, sollen laut seiner Aussage von der Haltbarkeit den Originalen nicht nachstehen.


    Zu den von dir verlinkten Reglern habe ich keine Erfahrung bezĂŒglich der Haltbarkeit.

    Mit dem 'Adapterkabel von Triumph ist auch ein Umbau auf den Shindengen SH 847 möglich. Dieser ist ein sogenannter LÀngsregler und wird bei der Suzuki V-Strom eingesetzt.

    Andere Leute hier im Forum und in anderen Triumph-foren haben auch gute Erfahrungen mit Lichtmaschinen und Reglern der Fa. Motek gemacht.


    Motek


    Motek kann die Lichtmaschinen auch neu wickeln, macht das aber nur mit den Originallichtmaschinen im Austausch.


    Meiner Erfahrung nach ist der grĂ¶ĂŸte Schwachpunkt in dieser Problematik, die Kabelverbindung zwischen Regler und Lichtmaschine. Der Stecker ist nicht gedichtet und gegen UmwelteinflĂŒsse geschĂŒtzt. Schon bei normalen Betrieb wird dieser sehr warm und raucht gerne ab.


    Dann verbinden viele das Kabel der Lichtmaschine mit dem des Reglers direkt (Löten,Lötverbinder). Erst dann ist diese Verbindung relativ unproblematisch.

    Ich habe dieses Jahr (Lichtmaschinentod) auf folgendes Stecksystem umgebaut:

    Delphi Metri Pack 630

    Erfahrungen ĂŒber die Dauerhaltbarkeit habe ich noch nicht.


    Herzliche GrĂŒĂŸe

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Hey Friedrich,

    Vielen Dank fĂŒr deine Tipps, Hinweise und Links.

    Ich habe mich, hier schon in viele Themen eingelesen. Aber der Schwachpunkt an der Sprinty scheint mir allgemeinen gesagt, im Kabelbaum und den elektronischen Komponenten zu liegen?

    Daher hatte ich den Gedanken mir ein Regler ins Staufach zu legen fĂŒr die schnelle Hilfe unterwegs. Den man kommt ja relativ gut ohne Demontage der Verkleidung an die Stecker.

    Mich hat's 2018 mit meiner 2006 Daytona 955i bei ca. 44.tkm erwischt .... Mitten im nirgendwo (GrĂŒĂŸe ins Vogtland), Handy fast leer und wie solls auch anders sein im strömenden Regen.😏 Von den Diskussionen mit meiner ehemaligen Versicherung die A...A bezĂŒglich Schutzbriefleistung will ich gar nicht reden:cursing:

    VG Frank

  • Hallo Frank,

    ich bin nicht so sicher ob dein Gedanke so zielfĂŒhrend ist. Denn um sicher zu sein, mĂŒĂŸtest du dir ja auch eine Ersatz Lima und ein Multimeter ins Bordwerkzeug packen, um im Fall der FĂ€lle die Fehlerquelle eingrenzen zu Können. Als mein Original-Regler abgeraucht ist, war auch die Steckverbindung Lima / Regler verbrannt. Daraufhin habe ich die Kabel dann verlötet. In meiner Sprint Historie habe ich inzwischen die 3. Lima eingebaut und den 2. Regler.


    Zur eigenen Beruhigung habe ich eine Ladekontrollampe montiert, funktioniert ordentlich und zeigte den letzten Lichtmaschinentod zuverlÀssig an. Ich konnte noch aus eigener Kraft den Heimathafen erreichen.

    LED

    Herzliche GrĂŒĂŸe

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Hallo Frank,

    der Kilometerstand zur Zeit: etwas mehr wie 126 000 km

    GrĂŒĂŸe

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Kurz: Bei mir ist der Original-Regler auch bei 60.000 km abgeraucht.

    Habe den einen neuen originalen Regler verbaut.

  • Hallo, ich weiß hier fahren auch einige mit dem Compu-Fire Spannungsregler. Scheint so als hĂ€tte keiner von denen ein Thema damit.

    Ich fahre seit 30 Tausend Kilometer damit. Ladespannung ist sehr konstant und ausreichend hoch. Der Umbau ist fĂŒr jeden Friemler ohne Probleme.

    Gruß Jens!


    "Die Schwierigkeit liegt nicht darin, irgendwo anzukommen, sondern zur richtigen Zeit die Richtung zu wechseln." (Peseschkian, 2004)

  • Hm, komisch, diese drei Verlinkungen unten dran habe ich nicht eingefĂŒgt. Das tat es hier von selbst.

    "Die Schwierigkeit liegt nicht darin, irgendwo anzukommen, sondern zur richtigen Zeit die Richtung zu wechseln." (Peseschkian, 2004)