In der Eifel

  • Hier mal eine witzige Geschichte: Meine Schwägerin kam wutentbrannt bei mir an, sie war mit ihrem Touareg in die Eifel gefahren, schwierige Strassen da, und dann haben sie zu ihrem Schrecken noch Motorradfahrer überholt! Danach haben diese , statt ordentlich um die Kurven zu fahren, die Motorräder schräg gehalten und sind so um die Kurve gefahren! Sie hat sich fürchterlich erschrocken weil sie dachte die fallen um!Sie ging davon aus dass ich so einen gefährlichen Blödsinn nicht mache, aber ich soll doch den anderen Motorradfahrern sagen dass sie fas nicht tun sollen! Habe ich hiermit getan!;). PS. die Geschichte ist wirklich so passiert

  • Jetzt stell dir deine Schwägerin mal als Sozia vor! So ein Geschöpf hatte ich vor Jahren mal als Sozia. Von wegen in der Kurve aufrichten und so...


    Echt ein einmaliges Erlebnis.

  • Das ist aber ja das große Dilemma, dass viele, die nur auf vier Rädern unterwegs sind eben keine Ahnung von der Fahrphysik und der Wahrnehmung der Umgebung auf dem Motorrad haben - was manchmal zu Fehlverhalten führt, wo es dann für uns eng wird.


    Im übrigen würden ein paar Fahrstunden auf einem Traktor - eventuell mit einem oder - zu Erntezeiten gerne zwei - Anhängern auch jedem Motorradfahrer gut anstehen um zu verstehen, dass hier der Wahrnehmungshorizont doch ziemlich eng wird.


    Ich bin schon wieder zu ernst - ich glaub ich hab Entzug...

    Aus einem traurigen Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz (Martin Luther)

  • ich hoffe Du hast ihr gesagt, daß die noch nicht mal von der Knieschleifer-Fraktion waren (sonst hätte sie bestimmt die sprühenden Funken erwähnt) und Du selbstverständlich das vollständige Profil Deiner Reifen abfährst - die sind schließlich ganz bezahlt : D

    von mir kannst Du ihr gerne ausrichten, sie soll einfach die Eiffel meiden und sich meiner Blümchenpflücker-Fraktion anschließen - wir fallen nicht ganz so schnell um - sie kann vorher noch aussteigen und versuchen uns wieder aufzurichten sobald wir aus der Kurve rauskommen : D

    nicht ganz bös gemeint, aber Spaß muß sein ; )

    Acceptance of what Happens is Essential to the Discovery of Truth

  • Ach, so schlecht fände ich diese Erfahrung auf einem größeren Gefährt garnicht. Ich bin vor Jahren für einen befreundeten Spediteur

    im Notfall mal öfter freitagabends LKW mit Sattelauflieger nach Amsterdam Schipohl gefahren um dorthin Post zu bringen.

    Nur einfach so. Beim erstenmal bin ich dreimal ausgestiegen um zu schauen, ob ich schon an der Rampe war.

    Heute haben die Lkw Kameras.


    Der Blick war damals nach Jahren mal ein ganz anderer als aus der Dose oder vom Bike. Alleine die Ausmaße waren beim erstenmal schon

    respekabel.


    Und richtig Franz: Wir haben wohl alle extreme Entzugserscheinungen. Urlaub zu Coronazeiten ist da noch verschärfter wie ich

    finde. Aber das Sprinterforum ist da schon eine gute Abwechslung.


    Grüße


    Erwin


    DAS TREFFEN DER ANONYMEN PESSIMISTEN WURDE ABGESAGT! HÄTTE JA SOWIESO NICHTS GEBRACHT!

  • Zu meiner BW Zeit mussten wir in der LKW Fahrschule regelmäßig in Hannovers Innenstadt üben und

    später gings dann mit einem MAN KAT 6x6 durch kleinste Harzdörfer ins Gelände. Seitdem hab ich vollstes Verständnis

    für die Dicken auf unseren Straßen.

    Gerade jetzt im Winter bei Schnee und Eis haben es die Trucker echt nicht leicht, und die Autofahrer zeigen oft wenig

    Verständnis.

    Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert,
    sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

  • Das ist aber ja das große Dilemma, dass viele, die nur auf vier Rädern unterwegs sind eben keine Ahnung von der Fahrphysik und der Wahrnehmung der Umgebung auf dem Motorrad haben - was manchmal zu Fehlverhalten führt, wo es dann für uns eng wird.


    Im übrigen würden ein paar Fahrstunden auf einem Traktor - eventuell mit einem oder - zu Erntezeiten gerne zwei - Anhängern auch jedem Motorradfahrer gut anstehen um zu verstehen, dass hier der Wahrnehmungshorizont doch ziemlich eng wird.


    Ich bin schon wieder zu ernst - ich glaub ich hab Entzug...

    Ist doch mittlerweile out, dass man sich mal in die Situation anderer versetzt oder es zumindest probiert... Bezieht sich auf den Strassenverkehr und andere Bereiche des Lebens. Ich habe meinen Wahrnehmungshorizont. Was dahinter liegt, interessiert mich nicht.

  • .....Ich habe meinen Wahrnehmungshorizont. Was dahinter liegt, interessiert mich nicht.

    "übergriffige Bescheidwisserei" ist der moderne Fachausdruck" dafür....🙄

  • ich bin da ganz egoistisch: wenn ich mehr weiß was andere für einen Blödsinn tun, dann kann ich mich besser darauf einstellen, was mir das Leben erleichtert oder sogar mal die Haut retten kann : ) daß es auch anderen das Leben vllt. leichter macht ist dann nur noch ein Nebeneffekt ; )

    nur komisch, daß so wenige Interesse daran haben sich selber das Leben zu erleichtern ... man schwafelt lieber über Nächstenliebe und Altruismus un' so'n Kram statt für's eigene Überleben was zu tun : P Hintergrund der ganzen Arie ist wohl eher, daß die anderen in all der Gemeinschaft für einen tun sollen ; )

    Disclaimer: ich will hier keinem Menschenfreund am Fell flicken (fern sei mir der Gedanke) - man muß aber nicht mal so weit gehen nur um sich selber das Leben etwas einfacher zu machen - aber selbst dafür fehlt's scheint's bei vielen ... wir werden hier einfach zu alt - wir müssen das Forum umbennenen in 'Dinausarier am Rollator' : D

    Acceptance of what Happens is Essential to the Discovery of Truth

  • Also ich hatte schon ähnliche Gespräche mit Arbeitskollegen. Ich versuche dann, ruhig zu erklären, wie sich das mit dem Kurvenfahren beim Motorradfahren verhält. Und ich erkläre auch, dass manche Überholvorgänge nicht so halsbrecherisch sind wie sie scheinen, einfach aufgrund der besseren Beschleunigung beim Motorrad. Autoaffine Menschen kann man dann noch fragen: "Wo würdest du überall überholen, wenn du einen Lamborghini unter'm Hintern hättest?" Und ich erkläre dann auch, dass es bei den Motorradfahrern genau wie bei den Autofahrern ein paar Bekloppte dazwischen gibt, die es übertreiben müssen und dass ich mich mit denen nicht solidarisiere.


    Rücksichtnahme heißt das Zauberwort. Glücklicherweise erlebe ich häufig im Straßenverkehr, dass das funktioniert. Auch artübergreifend zwischen Auto- und Motorradfahrern.

  • Rücksichtnahme heißt das Zauberwort. Glücklicherweise erlebe ich häufig im Straßenverkehr, dass das funktioniert. Auch artübergreifend zwischen Auto- und Motorradfahrern.

    Nicht nur Rücksichtnahme, oftmals muss man für Autofahrer mitdenken, man ist ja selbst (manchmal) einer:). Die Silhouette eines Moppedfahrers ist ja schmal und die Geschwindigkeit wird meistens unterschätzt. Das sind dann immer wieder die gleichen Situationen: Überholen, Linksabbiegen, Vorfahrt nehmen.... Generell wird zuwenig in den Rückspiegel geschaut. Mir hat es schon öfter den Hals gerettet, wenn ich intuitiv das mögliche Verhalten des Autofahrers einkalkuliert habe. Aber manchmal braucht man einfach auch nur Glück beim Schrägfahren...