Reifen selber wechseln?

  • Moin!
    Wollte mal horchen wer seine Reifen selber wechselt und mir Erfahrungen geben kann.
    Hintergrund: Ich hab 2 Bikes und krache beide Reifenpaare im Jahr runter. Ich verstehe das Werkstätten (also die Mitarbeiter) auch was essen müssen aber als ich gestern einen Kostenvoranschlag mit Ölwechsel von 800€ bekam wurde mir schlecht.
    Die Firma BTR scheint recht gute Geräte laut diesem Internet zu bauen. Hat jemand Erfahrung damit?
    Hab mir sagen lassen, dass Tourenreifen sich zickiger ab und drauf ziehen lassen?!


    Nachtrag: Hatte gerade Kontakt mit BTR, für die Sprint 955 bräuchte man einen Adapter. Den haben die aber nicht für das alte Moped, ggf braucht man einen anderen. Solle denen Mal Fotos mit Maßen durchgeben, vlt passt einer von einem anderen Modell...

    Bin über jede Erfahrung und Tipp dankbar :)

  • Moin, ich habe ein Gerät von Citomerx, Felgenschoner und Reifenniederhalter. Dazu ca.40 cm lange Montiereisen und einen Auswuchtbock.Als Montagehilfe nehme ich Spülmittel. Das ist erstmal die Grundanschaffung.Die Länge der Montiereisen richtet sich auch nach der persönlichen Körperkraft.

    Gekauft wurden Euromaster Roadhound für 160€ das Paar, beim letzten Reifenwechsel beim Fachhändler musste ich fürPirelli Angel( nicht 2) ca. 260€ bezahlen und die hintere Felge war defekt, angeblich hätte ich die so angeliefert( sehe ich anders)

    Meine Erfahrungen mit den Reifen sind positiv, allerdings fahre ich in meinem Alter nur noch touristisch

    Gruß Rolf

  • Schau mal bei Motea. Da gibt es Montagegeräte von Constands und immer wieder Rabattaktionen bis zu 40 Prozent. Ich besitze und nutze https://www.motea.com/de/reife…nstands-schwarz-a088093-0 dieses Paar. Mit Sportpellen und normalen Tourensportreifen hatte ich bisher keine Probleme. Reifen mit verstärkter Karkasse gehen mir erhöhtem Kraftaufwand ebenfalls. Ich habe im Bekanntenkreis auch noch Zugriff auf professionelle Montagemaschinen. Das ist damit natürlich ein Klacks, aber mit dem Constands bin ich unabhängig. Der Reifenhöker im Ort wollte beim letzten mal 114 Euro für die Montage eines Satzes haben. Bin nicht geizig und leben soll er auch, aber zweimal selbst Hand angelegt und das Werkzeug hat sich bezahlt gemacht.


    Gruß aus der Südheide


    Sven

  • ...

    Gekauft wurden Euromaster Roadhound für 160€ das Paar, beim letzten Reifenwechsel beim Fachhändler musste ich fürPirelli Angel( nicht 2) ca. 260€ bezahlen ..

    Gruß Rolf

    Das ist ungefähr so alls wenn du Äpfel mit Birnen vergleichst.


    Gruß

    Joachim

  • Schau mal bei Motea. Da gibt es Montagegeräte von Constands und immer wieder Rabattaktionen bis zu 40 Prozent. Ich besitze und nutze https://www.motea.com/de/reife…nstands-schwarz-a088093-0 dieses Paar. Mit Sportpellen und normalen Tourensportreifen hatte ich bisher keine Probleme. Reifen mit verstärkter Karkasse gehen mir erhöhtem Kraftaufwand ebenfalls. Ich habe im Bekanntenkreis auch noch Zugriff auf professionelle Montagemaschinen. Das ist damit natürlich ein Klacks, aber mit dem Constands bin ich unabhängig. Der Reifenhöker im Ort wollte beim letzten mal 114 Euro für die Montage eines Satzes haben. Bin nicht geizig und leben soll er auch, aber zweimal selbst Hand angelegt und das Werkzeug hat sich bezahlt gemacht.


    Gruß aus der Südheide


    Sven

    Brauchtest du da noch irgendwelche Adapter oder so? Oder hat Plug and Play gepasst?

  • Für das Wuchten des Hinterrades brauchst du einen Adapter wegen der Einarmschwinge. Ich habe da vor Jahren einen für die Daytona im Netz gekauft. Motea hat einen Satz für die KTM Superduke im Programm, der sollte ebenfalls passen. Achtung dafür benötigt man dann allerdings eine 16mm Wuchtachse.


    Gruß Sven

  • Hallo Joe, hast Du Erfahrung mit den Eurogrip Roadhound?

    Gruß Rolf

  • Für die hintere Einarm-Felge braucht es doch nur einen Konus oder ein im Durchmesser gestuftes Stück stabilem Kunststoff. Hab da einen Aluadapter mit Hinterachsgeometrie für Originalkonus und -Mutter mit 20 mm Loch im Einsatz (hatte der Pumpe aus dem T5net mal als Kleinserie aufgelegt). Brauche ich aber fast nie mit meinem GP-503 Nachbau, wo mit Butler aufgezogen wird. Meist geht es auch so. Bei der Vorderfelge bräuchte man eigentlich einen Adapter auf den 25 mm Achsdurchmesser, den habe ich aber auch nie vermisst.


    Spüli als Flutschi nutze ich auch - in einer Pumpsprühflasche. Funktioniert hervorragend.


    Von Ricambi Weiß gab es mal Wuchtböcke für 20-30 Öcken, mein Kauf liegt aber auch bestimmt 10 Jahre zurück.


    Denk daran, wie Du den Reifen über den Hump bekommst. Entweder Du hast einen Kompressor mit Druckkessel (sollte nicht der kleinste sein) oder ich roll immer mit dem Handwägelchen zur Tanke um die Ecke und geh da an die Druckluftstation.

    Rock 'n' Roll, Ladies. :band:


    Simon
    _____________________
    2000er Speedy, eine Stimmgabel und ne Knattersaki

  • Sollte, da von mir seit Jahren der Telefix Adapter verwendet wird.


    Gruß Sven

  • Hallo Joe, hast Du Erfahrung mit den Eurogrip Roadhound?

    Gruß Rolf

    Hallo Rolf


    nein, habe ich nicht. Du schreibst zwar nicht wo du die Roadhound gekauft hast, aber ich vermute mal im Netz, den Pirelli aber beim Fachhändler, das kann man nicht vergleichen. Unbestritten ist auch, daß der Pirelli mit zu den besten Reifen gehört, wie der Eurogrip ist weis ich nicht.

    Ich hab ja auch nicht gesagt, daß der Reifen schlecht ist, ich finde nur der Vergleich hinkt. Wenn du damit zufrieden bist ist doch alles OK.


    Gruß

    Joachim

  • Update

    BTR hat mir geschrieben als ich denen die Maße durch gegeben habe. Sie meinen es müsste sogar ohne Adapter gehen. GGf. müsste man sich einen bestellen der ist für Triumph und Ducati im Sortiment. Keine 100%ige Aussage aber ok, kann ich mit leben.
    Also falls einer auch Interesse hat, so siehts aus :D

  • Moin Joachim, es stimmt, den Roadhound habe ich im Netz gekauft.Die Test im Motorrad, Motorradnews u.a. waren gut.Meine Bedenken wegen der indischen Herkunft wurden dadurch beruhigt. Der Pierelli Angel, den ich schon öfters gefahren habe, ist mittlerweile die B- Linie, der mir vom Fachhändler montierte kam aus China.Der Aufpreis von ca.62% erscheint mir nicht angebracht.

    Gruß Rolf

  • Soweit so gut. Ich schaue mich jetzt nach dem richtigen Werkzeug um.
    Die Felge hinten wird ja regelrecht fest gebrummt mit 145NM (oder so ähnlich, hab es Buch gerade nicht zur Hand). Jetzt las ich in diesem Internet das da einer schon mal mal versucht hat mit einem 2m Verlängerungsrohr und 2 Personen das Teil locker zu bekommen. Ist wohl gar nicht so einfach...
    Bin dann auf die Idee gekommen mit einem dicken Schlagschrauber ran zu gehen. Ins Auge gefallen ist mir der Makita DTW10002Z.

    Wie kriegt Ihr die hintere Felge vom Bike runter? Ich habe Rücken ^^

  • Bei meiner musste ich auch jedesmal verschiedene Kunststückchen veranstalten, wenn ich alleine war und das Hinterrad aus- oder eingebaut habe.

    Das LÖSEN mit einem starken Schlagschrauber sehe ich als unproblematisch.

    Die 143 N/m beim Anziehen sind das Problem, wenn man alleine ist. Mit einem 2. Mann geht das wesentlich entspannter, speziell wenn man Rücken hat 😂

    Harry


    Gummi nach unten,

    Weiss nach vorne,

    Rot nach hinten:


    Dann sollte wenigstens die grobe Richtung stimmen......

  • Hallo


    ich hatte bis jetzt noch nie Probleme die Mutter zu lösen. 1.Gang rein, ein Fuß auf die Bremse, auf den Knebel des Ratschenkastens kommt ein kurzes Rohr von 30 cm dann geht das . Ich zieh allerdings auch mit einem hochwertigen Drehmomentschlüßel genau auf 143 Nm an.


    Gruß

    Joachim

  • 2m Verlängerungsrohr und 2 Personen das Teil locker zu bekommen.

    Hallo junger Mann....

    wenn ich so was lese..dann gehen mir die roten Lampen an.... Die Mutter wird mit einem Sicherungsclip gesichert ,Stift in die Radachse eingesteckt. Das lösen mache ich fast wie es auch ( Joachim) Joe schrieb...aber etwas abgewandelt. Motorrad auf den Hauptständer stellen. 1. Gang einlegen, Fußbremse durchdrücken ...und mit dem Handstiel einer Stahlbürste fest arretieren . es gibt auch Rätschen die ausziehbar sind und dann in die richtige Richtung öffnen...und da braucht man normal keine 2 Meter Verlängerung und ganz wichtig, nach dem öffnen die Reihenfolge sich wieder hinlegen und in der gleichen Richtung wieder einstecken...Die Mutter wieder mit dem Drehmomentschlüssel auf 143 Nm anziehen . die Mutter wird dann wieder mit dem Sicherungsring gesichert...evt muß die Mutter 2-3 Grad gedreht werden ,dass der Splint in die Bohrung von der Hohlachse rein passt.

    Ich mache das schon seit ich meine Sprint RS (2003) 109 tkm habe wie auch an der Tiger Sport auch immer alleine....habe auch Rücken und ich bin Bj 1957...also nicht mit roher Gewalt arbeiten... ;)


    Gruß BlauRSKlaus

  • Verstehe das Problem auch nicht.

    Bei meiner 1290er KTM, ebenfalls mit Einarmschwinge sind es 250 Nm (!)

    Und die bekommt man auch relativ easy (mit nem kurzen Verlängerungsrohr) los.

    Und das anziehen ist auch kein Problem.


    Bei meiner ST und Speedy auch nie Probleme.


    Ist also keine Raketenwissenschaft !! !


    VG

    Matti

  • Ich habe die Mutter zugegebenermaßen an meiner Sprint noch nie selbst gelöst, aber mein Sharan braucht in etwa das selbe Drehmoment (140 Nm).

    Wenn der Vorbesitzer nicht mit brachialer Gewalt gearbeitet hat und die Mutter nicht festgefressen ist, sollte es kein Problem sein. Mit einem 30 cm Hebel wären das ca. 45 kg, die Du kurz aufbringen musst, je länger der Hebel, desto leichter wird es natürlich. Wenn die Mutter zu fest sitzt ist der Schlagschrauber eine gute Option, die vielen kleinen Schläge sind für Mutter und Gewinde schonender als eine hohe statische Kraft mit langem Hebel aufzubauen. Deshalb löst man auch alte, verrostete Schrauben mit Schlagschraubern, wo sonst die Schraubenköpfe leichter abreißen können.

    Wenn Du alles richtig machst und für das Zuschrauben dann das passende Drehmoment aufbringst (auf keinen. Fall mit dem Schlagschrauber) sollte es in Zukunft auch ohne dem zu öffnen gehen. Solltest Du den Schlagschrauber nicht sowieso für andere Projekte benötigen ist das aber eine teure Variante zum einmaligen Lösen von genau einer Schraube. 🤣

  • Soweit so gut. Ich schaue mich jetzt nach dem richtigen Werkzeug um.
    Die Felge hinten wird ja regelrecht fest gebrummt mit 145Nm...

    Ich mache es wie der Joe.

    Benutze zum Lösen der Hinterradmutter (auch beim Auto) eine ½" Umschaltratsche mit 510mm Länge. Etwas Muskelschmalz und gut.

    Kostenpunkt 23€.

    Festziehen mit Drehmoment.


    Was kostet ein Akku Schlagschrauber, bei dem sich irgendwann der Akku wegen nichtbenutzen verabschiedet?

    Schlagschrauber geht natürlich auch. Ich habe aber einen Druckluft Schlagschrauber, dann muss ich erstmal den Kompressor holen, laufen lassen... Dann hab ich mit dem Schlüssel die Mutter schon los.


    Gerd