Beiträge von dylan

    Immer wieder dramatisch, wie die Luftfilter aussehen. Noch ein Tip: Schau Dir beim Zusammenbau die Dichtungen vom Ventildeckel und Kerzenschacht genau an. Meine Werkstatt hatte beim Zusammenbau ziemlich geschlampt in dem Bereich. Wie weit ist der Steuerkettenspanner ausgefahren? Auch da lohnt sich ein Blick drauf.


    Grüße

    Jürgen

    Nur links backt es gerne fest und braucht etwas mehr Überzeugungsarbeit. Wird ja auch nur selten aufgemacht...

    Sollte aber schon bei regelmäßiger Wartung. Alle 20tkm soll das Nadellager der Hinterachse geschmiert werden. Und dafür muss die Mutter abgeschraubt werden.


    Grüße

    Jürgen

    Ja, da gab es hier im Forum mal einen Umbausatz zur Verlegung des Reglers nach vorne links neben dem Tank. Den hab ich auch verbaut. Am frei gewordenen Originalplatz hinter der Verkleidung habe ich einen zweiten gebrauchten Regler verbaut, aber natürlich nicht angeschlossen. Sollte mein Regler mal abrauchen, habe ich zumindest das Ersatzteil immer dabei. Kann in der Pampa durchaus hilfreich sein. Gebraucht habe ich es zum Glück noch nicht, aber macht ein gutes Gefühl.


    Gruß

    Jürgen

    Dauerhaft 6 Striche bei Fahrt (auch bei 30 Grad) zeigt Handlungsbedarf.


    Für Kühlerdeckel habe ich leider noch keine alternative Quelle gefunden. Da bleibt nur der Gang zu T.


    Beim Thermostat verwendet T den hier


    Thermostat


    Ist ein Standardteil und wird von T bei unseren Ladies verwendet (sieht man, wenn man den alten ausbaut). Wenn der Gehäusedichtring noch ok ist, kann man den weiterverwenden. Ansonsten bei T kaufen.


    Wenn die beiden Teile erneuert sind und die Temp weiterhin bei sechs Striche bleibt, hilft nur Kühlerreinigung innen und aussen.


    Gruß

    Jürgen

    Ich habe bei meiner Lady schon den 3. Kühlerdeckel drin. Ist bei unseren Moppeds ein echtes Verschleissteil.


    Ich hatte auch ständig Temparaturprobleme, auch nach Tausch von Kühlerdeckel, Kühlwasser (mit Spülung) und Thermostat. Stop and Go bei sommerlichen Temparaturen ging kaum noch. Trotz Lüfter an ging sie sehr schnell auf 8 Striche in der Anzeige. Letzten Winter habe ich mir den Kühler vorgenommen. Die Kühlerlamellen waren nach 100tkm mehrheitlich dicht, da ging kaum noch Kühlluft durch. Nach mehrstündigem Reinigen mit Nadel und dgl. war ich total überrascht, wieviel Dreck da rauskam. Vor allem Sand und kleine Steinchen, die den Kühler nachhaltig zusetzen, weil die auch mit Wasserstrahl nur marginal wieder rauskommen. Auch der Ölkühler war ziemlich zugesetzt. Liegt halt alles im Wurfbereich des Vorderrads.


    Seit der Aktion habe ich keine Probleme mehr mit der Temparatur. Selbst bei besagtem Stop and Go reicht es inzwischen, wenn der Lüfter angeht und sie fängt sich wieder ein.


    Gruß

    Jürgen

    Hallo Uli,


    einen gebrauchten Motor würde ich nur mit nachvollziehbarer Historie kaufen. Es gibt genügend Leute, die würden Deinen Motor im Netz verkaufen "Top Motor, die Ventildeckeldichtung müsste getauscht werden". Du kannst bei Kauf ja nicht in den Motor reinsehen oder ihn laufen lassen. Bei meiner seeligen Bandit gab es auch den Lieblingsspruch "Läuft super, die Vergaser müssten gereinigt und eingestellt werden" Aha, läuft aber super? Ob es beim Händler Garantie auf einen gebrauchten Motor gibt? k.A.


    Ist bei den 12-1500 auch das Honen der Zylinder dabei? Du kannst Glück haben und brauchst es nicht. Aber wenn Du es brauchst (was bei neuen Kolbenringen nicht unwahrscheinlich ist), kommen noch ein paar Scheine dazu.


    Ich würde es wie Ludbar machen. Kompressions- und Druckverlusttest, dann kannst Du ggf. die Kolben ausschliessen. Neue Ventilschaftabdichtungen müsste man auch ohne ZK abbauen tauschen können. Aber da kenne ich mich bei den 955er nicht so genau aus.


    Gruss

    Jürgen

    Hallo Uli,


    danke für die Bilder.


    Als erstes würde ich die Airbox prüfen. Wenn die stark verölt ist, dann kann das Problem bei der Kurbelgehäuseentlüftung liegen. Dann zieht sich der Motor das Öl rein und es qualmt mit entsprechendem Verbrauch. Wenn es das nicht ist, mal die Zündkerzen rausdrehen. Eine Zylinderkopfdichtung wird selten gleichzeitig an allen drei Zylindern undicht. Ergo wäre wahrscheinlich eine Kerze schwarz verrusst. Das kann dann die ZKD, ein gebrochener Kolbenring oder defekte Ventilschaftabdichtung sein. In jedem Fall müsste dann der ZK runter

    Da muss wohl Steuerkette, Kurbelwelle und alles andere was da so drin ist raus.

    Nein, die Kurbelwelle muss nicht ausgebaut werden.

    Und Joe hat natürlich recht. Man kann die Dichtungen provisorisch von aussen abdichten ( oder es zumindest versuchen). Auf keinen Fall irgendwas dem Öl zusetzen. Das Zeug dichtet Löcher ab auch da, wo Du es nicht willst (Ölkanäle und -bohrungen)


    Good luck

    Jürgen

    Vorher mal richtig heiss gefahren? Ist mir mit einem anderen Fabrikat auch mal passiert. Nach einer Stunde "engagierter" Fahrt war alles wieder ok.


    Grüße

    Jürgen

    Bei 35tkm schadet ein Blick auf die Kette sicher nicht, ein wenig Pflege und eine Verschleisskontrolle bei der Laufleistung. Über kurz oder lang mal das Ventilspiel prüfen. Wenn Du eh die Kerzen tauscht, hast Du ja schon den Tank und die Airbox runter. Dann könntest Du das gleich mitmachen. Nur als Idee.

    Ich spanne die Ketten meiner Kräder ja nun schon seit einigen Jahren, allerdings ohne Meterstab, mein Daumen tuts auch, aber macht es einen Unterschied ob ich die Kette mit Belastung oder ohne spanne? Also Klartext, soll sich ein etwa gleichschwerer Mensch draufsetzen beim Spannen oder nicht?

    Hi Bernd,


    die 35-40 mm beziehen sich auf das unbelastete Motorrad. Mit Belastung verringert sich das Spiel. Das geringste Spiel hast Du, wenn Ritzelachse, Schwingenachse und Radachse sich auf einer Linie befinden. Diesen Zustand kann man bei ausgebautem Federbein erreichen, da man die Schwinge soweit nach oben heben kann, dass sich diese Linie ergibt. Die Kette ist optimal eingestellt, wenn in diesem Zustand noch ein wenig Spiel vorhanden ist. Die Kette darf bei der Stellung dann nur nicht straff gespannt sein, das bringt maximalen Verschleiss in alle Komponenten (Kette, Ritzel, Kettenrad, Ausgangslager Getriebe). Da man zur Ketteneinstellung nicht jedesmal das Federbein ausbaut, hat man das Spielmass eben runtergerechnet auf unbelastet 35-40 mm. Das ist kein Einheitswert, sondern bei jedem Motorradmodell ggf. unterschiedlich, da die Geometrie der Hinterradführungen individuell konstruiert wird. Ich gehe bei der Ketteneinstellung immer auf den Maximalwert (also 40 mm), dann bin ich auf der sicheren Seite.


    Gruß

    Jürgen

    Hallo Jürgen und Ralf ,

    nach meinem Verständnis hättet ihr einfach die Kurbelwelle noch einmal um 360 Grad drehen müssen, dann sollten sich eigentlich die Pfeile gegenüber stehen. Das Kurbelwellenzahnrad hat 17 Zähne und das der Nockenwellen 34 Zähne.


    Grüße

    Friedrich

    Hallo Friedrich,


    wenn Du die Kurbelwelle um 360 Grad weiterdrehst, dann stehen sich die Pfeile gegenüber. Aber dann ist Zyl. 1 nicht im Zünd-OT, sondern im Ausstoss-/Ansaug-OT, d.h. Auslassventil schliesst und Einlassventil öffnet. Für die Einstellung der Steuerzeiten (Pfeile an den Nockenwellenrädern stehen sich gegenüber und die T-Markierung an der Kurbelwelle fluchtet) kann man diese Kurbelwellenstellung nehmen. Mein Hinweis bezog sich auf einen Fehler im WHB, da dort explizit Zyl. 1 in Zünd-OT stehen soll. Und da stehen sich eben nicht die Pfeile, sondern die Dreiecke gegenüber. Wenn Du stur nach WHB gehst, baust Du die Nockenwellen um 180 Grad verdreht ein. Das gibt aua bei den Ventilen.


    Wenn man den Fehler im WHB kennt. ist das kein Problem. Aber schön ist es nicht.


    Gruß

    Jürgen

    Theoretisch kannst Du das auch ohne Ausbau machen. Würde ich aber nicht tun, weil auf diese Art altes Öl im Standrohr verbleibt. Ganz leer bekommst Du das Standrohr nur durch umdrehen. Der Ausbau der Standrohre ist nicht sooo viel Arbeit, da das Vorderrad eh raus muss. Das Schutzblech und die 3 Befestigungsschrauben je Seite ist nun wirklich kein Aufwand, wenn ich dafür die ganze alte Suppe aus dem Dämpfer bekomme. Aber einen Fehler machst Du nicht, wenn Du die Standrohre drin lässt. Denk daran den Dämpfer auch zu entleeren und wieder zu füllen (durch pumpen).


    Kupferscheibe unten muss neu, den O-Ring oben tausche ich nur nach Befund. Meistens kann man den wiederverwenden.


    Gruß

    Jürgen

    Noch einen Tip Ralf, wenn Du gerade Wartungsarbeiten machst. Schau die mal die Lagerstellen der Federbeinumlenkung an. Ist nicht viel Arbeit, aber lohnt sich. Die Lager freuen sich über Reinigung und Fettung und ein kritischer Blick auf die Lagerbolzen schadet auch nicht. Da die Lager sich nur im mm-Bereich bewegen, hatten meine Lagerbolzen an den Druckpunkten deutliche Rattermarkierungen. Da ich keine neuen Bolzen zur Hand hatte, habe ich die alten Bolzen um 90 Grad verdreht wieder eingebaut. Ich werde mir in nächster Zeit neue Bolzen besorgen.


    Eigentlich sollte man an der Stelle bessere Teile einbauen. Ich habe schon an Bolzen aus Wälzlagerstahl 100CR6 gedacht, die ich mir drehen lasse. Nur die Materialbeschaffung ist schwierig, das hat nicht jeder Händler im Angebot (ich habe bisher keinen gefunden).


    Gruß

    Jürgen

    Ach das meinst Du mit Blinddarm. Ich finde, Dein Begriff trifft das ganz gut. Die Funktion habe ich auch nicht verstanden. Ich habe vermutet, dass es sich um einen Resonanzraum handelt, um die einströmende Luft zu beruhigen. Aber das war nur meine Interpretation. Das mit den Benzindämpfen wäre auch eine Erklärung. Da hat dann die europäische Variante dann eben keinen Schlauchanschluss. Vlt. kann einer hier was dazu zu sagen?


    Gruß

    Jürgen

    Hallo Ralf,


    zur Nockenwellenstellung. Siehe meinen Beitrag #17, bei mir ist es genauso. Die Dreiecke stehen sich gegenüber, nicht die Pfeile. Da scheint ein Fehler im WHB zu sein (der allerdings fatal sein kann, wenn man danach arbeitet).


    Gabelöl: Tausch geht einfach und ohne komplette Zerlegung der Gabel. Ich habe jedoch nicht nur die Verschlusskappe abgenommen, sondern auch den Dämpfer ausgebaut und gereinigt. Dazu die Inbusschraube am unteren Ende der Gabel herausgeschraubt und den Dämpfer herausgenommen. Muss man nicht machen, es reicht auch, den montierten Dämpfer leerzupumpen.


    Auch bei mir war beim Nadellager am Hinterrad kaum Fett drin, trotz Werkstattservice. Entweder gehen die sehr sparsam mit dem Fett um oder diese Arbeit wird trotz Berechnung nicht oder schlampig ausgeführt (letzteres habe ich bei meiner Werkstatt im Verdacht).


    Was meinst Du mit "Blinddarm"?


    Grüße

    Jürgen