Hab den ganzen Mist jetzt komplett auseinander gebaut. Gogo hatte recht mit seiner Untertreibung des Jahres: Kompliziert
ABER: Machbar! Wobei ich mich jetzt ein bisschen weit aus dem Fenster lehne, weil ich den ganzen Krempel noch nicht wieder zusammengebaut habe.
Hier erstmal ein paar Bilder:
Der Geber von unten nachdem ich die Vergussmasse mit dem Dremel und einem Zahnarztfräser ausgefräst hatte
Das Blech zum Verschrauben konnte ich ausziehen nachdem die Vergussmasse draußen war. Darunter war noch viel von dem Zeug (links im Bild). Ist eine braune dauerelastische Masse, keine Ahnung wie das Zeug heißt.
Das Blech zum Verschrauben mit der Dichtung zum Tank hin
Oberseite vom Geber mit Verschlusskappe geschlossen
Kappe ausgebaut
Man kann hier schon die Leiterbahn erkennen, auf der der Schwimmer rauf und runter gleitet.
Hier die Leiterbahn ausgebaut. Sie muss nach UNTEN (!) rausgezogen werden, da im Rohr nach oben ein Bund als Widerlager ist.
Hier beachten: Der blaue Draht ist rechts, wenn man die Leiterbahn sieht! Ist später für die Polarität eventuell entscheidend.
Das aufgeschobene schwarze Teil ist übrigens der Schwimmer.
Hier noch die beiden Lötstellen, an denen das Kabel angelötet ist im Detail:
Konstruktiv ist das in meinen Augen Murks!
Die beiden Drähte sind freischwingend im Freien und werden früher oder später abvibriert sein.
Mal schauen, ob ich das nicht besser hinbekomme.
Hier noch ein Bild von dem Bund im Rohr, der als Widerlager dient. Der Steg darunter sorgt dafür, dass die ganze Sache sich nicht verdrehen kann.
Am Blech selber ist noch eine Nase dran. Die drückt die Platine gegen den Bund.

Soweit zu den Einzelteilen.
Jetzt muss ich nur noch eine geeignete Vergussmasse finden, um den ganzen Krempel wieder dicht und stabil zu machen.
Vorschläge?
Der Vollständigkeit halber habe ich noch die Widerstände des Gebers gemessen:
Voll (Schwimmer ganz oben) 14,2 Ohm
Leer (Schwimmer ganz unten) 93,5 Ohm
Halbvoll waren es ca. 50 Ohm
Ich hab jetzt zwei neue Drähte mit einem Kaliber größerem Querschnitt (2,5) angelötet.
Der größere Querschnitt macht vom Widerstandswert kaum was aus. Er soll aber mehr Stabilität in die ganze Sache bringen.
Soweit zur elektrischen Reparatur.
Jetzt alles wieder zusammenbauen:
Die Platine ohne Schwimmer von UNTEN ins Rohr schieben. Dabei auf die korrekte Ausrichtung achten. Also die Schlitze von Platine und Gummidichtung mit dem Steg im Rohr ausrichten. Dann bis zum Anschlag eindrücken. Von OBEN die Gummidichtung vom Verschraubungsblech bis zum aussenliegenden Bund des Rohres nach unten schieben. Sollte dann so aussehen:
Danach den Schwimmer von oben auf die Platine auffädeln. Dabei auch auf die richtige Positionierung achten. Die BREITE Ausnehmung (ohne Steg) muss über die Reedkontakte! Andernfalls geht der Schwimmer nicht in das Rohr und beschädigt im schlimmsten Fall die Platine oder die oberen Reedkontakte.
Nun noch die Kappe auf die Platine oben aufsetzen und nach unten drücken, bis die beiden Zapfen in die Nuten im Rohr einrasten und das ganze von oben her abschließen.
Die Platine muss dabei oben einen klein wenig über die Kappe raus stehen:

Den ganzen Krempel habe ich jetzt mit „Epple 33“ Dichtmasse vergossen, das Blech aufgesetzt und gleich noch ein Stück Schrumpfschlauch zwecks Stabilität eingearbeitet.
Das lasse ich jetzt zum Abbinden über Nacht liegen. Morgen kommt noch der Stecker dran und dann geht’s in den Tank.