Service nach 100tkm an ST 1050

  • Liebe Forumisti,


    meine Lady hat dieses Jahr die 100tkm geknackt. Ergo ist auch ein großer Service fällig, wie Ihr wisst bei T ein aufwändiges (und kostspieliges) Ereignis.


    Ich war bisher zu jedem Service beim T-Händler, und zwar lückenlos. Dieses Mal wollte ich den Service selbst machen, so wie ich es an meinen Fahrzeugen sonst meist auch mache. Werkzeug ist vorhanden und ein wenig Kenntnis auch.


    Begonnen habe ich mit diesem Nadellager am Hinterrad, da ich von dort ein ganz feines vibrieren bemerkte und ich die Lager im Verdacht hatte. Das Auseinanderbauen ist zwar Aufwand aber war kein Problem. Das Nadellager soll alle 20tkm gefettet werden. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass dieses Lager schon lange kein oder sehr wenig Fett gesehen hat. Das lief nahezu trocken, war aber noch in Ordnung. Auch die Kugellager waren unauffällig, es musste nichts getauscht werden. Also das Nadellager gesäubert und gut gefettet. Alles wieder zusammen und die Vibrationen waren weg. Ich hab dann noch die Ruckdämpfer zwei Tage in Motoröl gelegt, vielleicht kamen die Vibrationen auch von dort. Das hat den Dämpfern jedenfalls gut getan.


    Als nächstes habe ich gestern dann mal die Verkleidungen und den Tank abgebaut. Dann Airbox geöffnet und Luftfilter raus. Was da raus kam konnte ich kaum glauben




    Ist das normal, daß ein Lufi nach 20tkm so aussieht?


    Also weiter. Als nächstes die Zündspulen raus. Die Zündspulen von Zyl. 1+2 sahen normal aus, die von Zyl. 3 war ölverschmiert. Im Kerzenschacht sieht man, daß die Dichtung um das Kerzenloch nicht dicht ist.



    Die Zündkerzen selbst sehen unauffällig aus. Als nächstes kommt nun der Ventildeckel runter und dann werde ich das Ventilspiel kontrollieren. Beim 80tkm-Service musste kein Ventil eingestellt werden. Bin mal gespannt, was mich dort erwartet.


    tbc


    Viele Grüße

    Jürgen

    You don't need a weatherman to know which way the wind blows

  • Bei Laufleistungen ab ca. 80.000 km musst du höchstwahrscheinlich nichts nachstellen.

    Deine 3. Kerze war möglicherweise ein bisschen luschig angezogen?


    Dein Luftfilter hat getan, was er sollte. Schmutz aus der Luft geholt. Für einen Intervall aber ganz schön heftig.

    Wann hast du den das letzte Mal gewechselt?


    Ich habe gestern meinen Dauerluftfilter rausgenommen 80.000er Service.

    Lufteinlassseitig verschmutzt, auslassseitig ganz leichte Verfärbung von Feinstaub.

    Sauber gemacht, neu eingeölt, Montag kommt er wieder rein. Ich mag die Dinger.

    Gruß / Peter


    Oben fit und unten dicht - so fürcht' ich auch das Alter nicht!

  • Servus Peter,


    den Lufi habe ich selbst noch gar nicht gewechselt, da die Maschine bisher immer in der Werkstatt war. Der Rechnung nach bei 80tkm, also vor 20tkm.


    Für die Laufleistung finde ich die Verschmutzung tatsächlich heftig.


    Gruß

    Jürgen

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  • Hi Jürgen


    Zunächst Gratulation und Respekt zu dieser Laufleistung! Ob ich das in diesem Leben mit meinen Mühlen schaffen, weiss ich nicht.


    So'n dreckigen Filter habe ich auch noch nicht gesehen. Darum meine Frage/n:


    In welchem Zeitraum hast Du die 20T km abgespult?

    Wie dreckig ist die Luft bei Dir in der Gegend?

    Kann es sein, dass das Ding nicht gewechselt, aber verrechnet wurde?


    Martin

  • Hallo Jürgen,

    nach meiner Erfahrung verschmutzt der Luftfilter der Sprint St extrem schnell, insofern würde ich dein Bild als normal erachten. Der Austritt des Ansaugschnorchels konzentriert den meisten Dreck in der Mitte des Luftfiltertrapezes.



    Das Bild zeigt meinen K&N filter nach 8500 km. Ich hatte noch nie ein Motorrad, wo der Luftfilter so schnell verschmutzt.


    Der Öleintritt an der Zündspule kann meiner Meinung nach 2 Ursachen haben. Unter dem Nockenwellendeckel befinden sich Dichtungen die den Zündkerzenschacht abdichten. Diese werden gerne porös .



    Man entschuldige meine rudimentären Kenntnisse in Bildbearbeitung.;) Man kann die Dichtungen bei der Montage auch leicht mit Dichtungssilikon einsetzen (z.b Dirko).

    Die zweite Möglichkeit ist die, das die O-Ringe , die unter dem Nockenwellenlagerdeckel sitzen, auch undicht geworden sind. Wahrscheinlicher ist Möglichkeit Nr.1



    Solltest du ausser Öl auch noch Wasser im Kerzenschacht gehabt haben, sind die oberen Dichtungen am Zündspulenstecker hinüber.


    Wenn du hinten die Nadellager im Hinterrad geschmiert hast, wirst du sicherlich auch den Excenter und seine Aufnahme gereinigt und eingefettet haben. Dieser gammelt gerne so fest ,das man das Einstellen der Kettenspannung vergessen kann.


    Das Ventilspiel verstellt sich meiner Erfahrung nach ab einer gewissen Laufleistung nicht mehr viel.


    Wie die Fotos zeigen, bin ich gerade auch mit diesen Sachen beschäftigt;)


    Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Danke für Eure Meinungen/Posts

    In welchem Zeitraum hast Du die 20T km abgespult?

    Wie dreckig ist die Luft bei Dir in der Gegend?

    Kann es sein, dass das Ding nicht gewechselt, aber verrechnet wurde?

    Die 20tkm wurde in knapp 3 Jahren gefahren. Ich fahre meistens längere Strecken am Stück und das über Land. Aber besonders schmutzig/staubig ist da nicht dabei. Ob der Filter tatsächlich beim letzten Service gewechselt wurde kann ich nicht sagen, da ich das nicht kontrolliert habe. War zwar auch mein erster Gedanke, aber ich halte mich da an Fakten. Der Service war Anfang 2018, das Produktionsdatum auf dem Filter ist aus 2015.


    Bei Laufleistungen ab ca. 80.000 km musst du höchstwahrscheinlich nichts nachstellen.

    Deine 3. Kerze war möglicherweise ein bisschen luschig angezogen?

    Ich hoffe, ich muss nichts nachstellen. Den Aufwand würde ich mir gerne sparen.

    Die Kerzen waren alle nur handfest drin. Konnte ich fast von Hand rausdrehen. 12 NM wie nach WHB waren das definitiv nicht


    Ich vermute auch Nr. 1. Da diese Dichtung alle 20tkm gewechselt werden soll glaube ich nicht, dass diese porös ist. Eher schlampig montiert oder bei der Montage verrutscht. Aber das sehe ich, wenn ich den Ventildeckel runter hab. Wasser hatte ich nicht im Kerzenschacht. Und den Excenter

    habe ich gereinigt und gefettet.


    Mal sehen, wie es weitergeht. Eines ist für mich jetzt schon klar. Der Lufi bedarf bei unseren Ladies besondere Beachtung.


    Grüße

    Jürgen

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  • Hallo Jürgen,


    ich habe interessehalber meine letzte Werkstattrechnung von 2018 mal nachgeguckt. In Auftrag gegeben war eine große Inspektion. Bei mir tauchen die Nockenwellendichtung und die Zündkerzenschachtdichtungen nicht in der Rechnung auf. Insofern gehe ich aus, das diese auch nicht getauscht wurden. Allerdings war die Werkstatt ein freier Triumphhändler. Mag sein , das bei offiziellen Händlern die Dichtungen getauscht werden.

    der Zustand meiner Dichtungen lässt darauf schließen, das diese noch nie getauscht worden sind.

    Für alle Interessierten stelle ich mal mein gemessenes Ventilspiel nach 134000 km ein .


    Ventilspiel tabelle.pdf



    Die letzte Kontrolle davor war bei 81000 Km.

    Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Wie kann das denn sein, dass das so schnell dreckig wird? Da siehts in nem Staubsaugerbeutel ja besser aus. :/

    Naja, der macht halt einfach nur seinen Job. Luft filtern und Dreck abhalten.

    Mein 😊 Händler wechselt den LuFi aus diesen Grund alle 10.000 km.

    Grüße Joersch

    • Kirschtörtchenverdrücker
    • Optimismus ist der Glaube daran, das aus einem Gerstenkorn irgendwann einmal ein Faß Bier wird.
    • Wir müssen aufhören weniger zu trinken, wir brauchen viel mehr Alkohol ! (Stainless Steel - Onkelz Cover Band)
    • meine vBGarage
  • Danke Friedrich,


    stellst Du Einlass Zyl. 3 ein oder lässt Du das so? Hast Du mal einen Blick auf die Steuerzeiten und die Steuerkette geworfen? Bei 134tkm schadet das sicher nicht.


    Gruß

    Jürgen

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  • ich habe interessehalber meine letzte Werkstattrechnung von 2018 mal nachgeguckt. In Auftrag gegeben war eine große Inspektion. Bei mir tauchen die Nockenwellendichtung und die Zündkerzenschachtdichtungen nicht in der Rechnung auf. Insofern gehe ich aus, das diese auch nicht getauscht wurden. Allerdings war die Werkstatt ein freier Triumphhändler. Mag sein , das bei offiziellen Händlern die Dichtungen getauscht werden.

    der Zustand meiner Dichtungen lässt darauf schließen, das diese noch nie getauscht worden sind.

    Ich habe mal auf der Rechnung der 80tkm-Inspektion geschaut. Der T-Händler berechnet ein 1050 Engine Service Kit Teilnr. T3990006, welches laut WoT folgenden Inhalt hat

    Da sind alle Dichtungen, Filter und die Kerzen dabei, auch die Ventildeckeldichtung. Daher gehe ich davon aus, daß diese auch ersetzt wurde. Na, mal sehen.


    Gruß

    Jürgen

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  • Der Luftfilter sieht für eine Laufleistung von 20000km noch ganz ok aus, also kein Grund zur Beunruhigung.

    Ich reinige meinen BMC Dauerfilter mittlerweile ca. alle 5000km.


    Bei der verölten Zündspule würde ich auch auf eine nicht fest genug angezogene Zündkerze tippen - ist mir ebenfalls schon passiert.

    Kerze fest angezogen, und der Fehler ist seither nicht mehr aufgetreten.

  • Mal ne Verständnisfrage. Wenn die Kerze nicht richtig festgezogen ist, dann ist doch die Abdichtung in Richtung Brennraum event. nicht gegeben? Wo kommt denn bei einer "losen" Kerze dann das Öl her?


    Fragende Grüße

    Jürgen

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  • Hallo Jürgen,

    den Zustand deiner Dichtungen solltest du nach Abnahme des Nockenwellendeckels schon beurteilen können. Bei dir sollten sich die Dichtungen noch "weich" und leicht biegbar anfühlen. Meine fühlen sich hart und porös an, man hat das Gefühl wenn man daran herum fingert das sie sofort brechen könnten. Meine Deckeldichtung hat auf der Auslassseite auch einen kleinen Riss. War aber bis zuletzt dicht, wohl auch deshalb, weil bei der letzen Montage jemand auf der ganzen Länge der Dichtung mit Dichtsilikon gearbeitet hat.

    Bei den Ventilen werde ich die Einlassventile auf Zylinder 3 auf den Mittelwert (ca. 0,15mm ) einstellen. Mal sehen welche Shims ich dafür bestellen kann.

    Die gleiche Prozedur werde ich auch für die Auslassventile des 2. Zylinders und das Einlassventils des 2. Zylinders durchführen.


    Wenn der Steuerkettenspanner so ausgebaut wird wie im Handbuch beschrieben( erst die 19 mm Mutter mit der Feder lösen), dann bleibt bei der Demantage des Gehäuses der Spanner so weit ausgefahren wie im eingebauten Zustand.

    Ich habe dann mit einem Meßschieber die herausgefahrene Länge des Druckkolbens gemessen ( in meinem fall 22 ,1 mm) und dann den Kettenspanner auf den größt möglichen Aushub eingestellt. Den Wert habe ich jetzt nicht im Kopf, wenn du willst messe ich das nach. Auf jeden Fall war noch genug Luft nach hinten vorhanden, so das ich höchstwahrscheinlich nicht aktiv werden muß.


    Die Gleitschiene am Steuerkettenspanner zeigt leichte Laufspuren, da aber der Kettenspanner noch viel Luft hat ist das für mich unproblematisch. Die Gleitschiene an der Auslassseite macht einen neuwertigen Eindruck. Diese ist auch nur zu tauschen , wenn man den Zylinderkopf demontiert. Bleibt erst einmal so.


    Die Steuerkette selber macht einen altersgerechten Eindruck, nach einer ersten Prüfung würde ich sagen , das ich keine festen Glieder oder zuviel seitliches 'Spiel habe. Allerdings habe ich den unteren Gehäusedeckel mit dem Freilauf bis jetzt nicht demontiert. Höchwahrscheinlich werde ich die Kette weiter verwenden.

    Die Markierungen der Kettenräder waren bei mir bei der Demontage nicht genau übereinstimmend. die Auslassnockenwelle stand genau mit der Markierung parallel zu Gehäusefläche, die Einlassnockenwelle stand ca. 2-3 mm höher. Ich habe das mit einem dünnen Blechstreifen geprüft, den ich auf die 'Gehäusefläche gelegt habe. Für mich persönlich alles innerhalb der Toleranz

    Hoffe geholfen zu haben.

    Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Danke Friedrich. Bin mal gespannt, auf welchem Mass mein Steuerkettenspanner steht. Ich berichte.


    Gruß

    Jürgen

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  • Hallo Jürgen,

    noch ein kleiner Nachtrag zur Kontrolle der Steuerzeiten. Habe vergessen das in meinem obigen 'Beitrag mit einzufügen. Man hat einen relativ schlechten Blick auf die Nockenwellenstirnräder, vor allem auf der Einlassseite.

    Ich habe den Halter der Relais am Rahmen und die äußeren Lagerböcke der Nockenwellen an Zylinder 3 demontiert. Die Steuerkette habe ich gespannt gelassen. Dann fällt mehr Licht auf die ganze Geschichte und macht die Kontrolle einfacher.

    Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • So, weiter gehts.


    Ich habe heute den Nockenwellendeckel abgenommen. Das klingt so einfach, war aber ein elendes Gezerre, der saß bombenfest. Drei der Schrauben saßen knallfest, ich hatte Angst, den Sechskant rundzudrehen. Dafür fielen mir die anderen drei fast entgegen.


    Der Deckel war zwar dicht, aber bei der Montage wurde geschlampert. Die Dichtung war an einer Stelle nicht richtig eingesetzt. Daß es trotzdem dicht war ist sehr verwunderlich




    Die drei Kerzenschachtdichtungen waren unauffällig. Da im Kerzenschacht von Zyl. 3 Öl reingelaufen war, ist vielleicht doch der O-Ring unter dem Nockenwellenlagerdeckel undicht. Das lässt sich leider nicht mehr feststellen. Kann mir jemand die Teilenummer dieser O-Ringe nennen, ich such mich gerade dusselig?


    Als nächstes Ventilspielkontrolle. Ich muss dazu sagen, ich habe Fühlerlehren nur in 0,05-Abstufung, aber für meine Zwecke reichts

    Bei allen Einlassventilen konnte ich das 0,15-Blatt einschieben, das 0,20-Blatt jedoch nicht. Also liegt das Ventilspiel dazwischen, passt also. Bei den Auslassventilen ähnlich. 0,25 ging rein, 0,30 nicht. Mit Ausnahme Zyl. 3, da habe ich mit viel drücken an beiden Auslassventilen das 0,30 gerade so reinbekommen, 0,35 keine Chance. Ich würde das so lassen, Auslassventile habe ich eh gerne eher auf der maximalen Toleranz. Oder was meint Ihr?


    Als nächstes die Steuerzeiten. Schön die T-Markierung auf OT Zylinder eins gestellt und was sehe ich zu meiner Freude: Die Dreiecke stehen sich perfekt gegenüber. Kein Versatz. Ja. Ihr lest richtig, die Dreiecke stehen sich gegenüber. Eigentlich sollten es ja die Pfeile sein, aber da der Motor läuft, kann es nicht falsch sein. Den Steuerkettenspanner habe ich nicht ausgebaut. Im eingebauten sichtbaren Zustand ist er ca. 20 mm ausgefahren.


    Als nächstes muss ich Dichtungen besorgen, durch den Lockdown läuft es wohl auf eine Onlinebestellung hinaus. Und die Gabel bekommt frisches Öl und das Lenkkopflager wird eingehend geprüft.


    Viele Grüße und Danke für Eure Beiträge

    Jürgen

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  • Hallo Jürgen,

    ich würde das auch so lassen. Im Normalfall sollte das Ventilspiel immer kleiner als größer werden. Deshalb habe ich auch keine schlüssige Erklärung für mein vergrößertes Ventispiel auf Zylinder 3.

    Wenn du die O-Ringe unter dem Nockenwellenlagerdeckel tauschen willst, wirst du meiner Meinung nach nicht vermeiden können, die Steuerkette zu entspannen und den Spanner zu demontieren. Ich habe übrigens den maximalen Hub des Spanners gemessen, dieser beträgt 27,2 mm.

    Die O-Ringe unter dem Nockenwellenlageedeckel haben die Ersatzteilnummer T3600188.

    Ich habe meine Ersatzteile beim Starfighter 1967(Matthias) bestellt und warte schon sehnsüchtig.

    Kleiner Tip noch:

    Schraub die Abdeckungen von den Membranventilen des SLS am Nockenwellendeckel ab. Ich habe die Membranventile, das Gehäuse und die Führungshülsen gereingt. Bei mir hatte sich da viel Ölkohle abgesetzt.

    Für alle Interessierten hänge ich noch die korrigierte Ventilspieltabelle an.


    Ventilspiel tabelle mit neuen Shims 2020.pdf



    Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.

  • Hi Friedrich,


    find ich lustig, daß wir gerade an der gleichen Baustelle unterwegs sind.


    Die Membranventile sind auch noch dran, danke für den Tipp.


    Danke auch für die Teilnummer. Ich hab die auf der Zeichnung gesehen, aber die sahen so klein aus, :-)


    Zum Tausch der Dichtringe: Wenn man die beiden Nockenwellenböcke neben der Steuerkette montiert lässt, müsste man doch trotz eingebautem Kettenspanner diesen Nockenwellenrahmen (heisst das so), unter dem die Dichtringe sind, demontieren können. Die Nockenwellen müssten dadurch doch fixiert bleiben. Oder sehe ich das falsch.


    Ich wollte halt den Kettenspanner so lassen, da die Steuerzeiten und Ventilspiele ja stimmen (don't touch a running system). Aber ne große Aktion ist es auch wieder nicht.


    Wo hast Du denn Deine Ventilshims her? Auch vom Matthias?


    Viele Grüße

    Jürgen

    You don't need a weatherman to know which way the wind blows

  • Hallo Jürgen,

    ich würde das Risiko nicht eingehen, das die Nockenwellen am Zylinder 1 aufgrund der Kettenspannung sich aus den Lageböcken bewegen. Ich würde mir ein Holzstück dementsprechend bearbeiten, das den Enden der Nockenwellen aufliegt. Fixieren könnte man es in den Bohrungen für den

    Nockenwellendeckel. Dann sind beide Enden der Nockenwellen fixiert und man könnte gefahrlos den Lagerdeckel abschrauben.

    Ich habe alle benötigten Ersatzteile einschließlich der Shims beim Matthias bestellt. Laut seiner Aussage ist alles am Lager vorhanden


    Rasselnde Grüße

    Friedrich

    Es muss nicht immer alles Sinn machen, oft reicht es schon wenn es Spass macht.